EU will Fleischsteuer einführen
Nach neuesten Meldungen berät die EU bereits über die Einführung einer Fleischsteuer. Angeblich sollen über diese Sondersteuer auf Fleisch die Haltungsbedingungen für die Tiere, die irgendwann unweigerlich zur Schlachtbank geführt werden, verbessert werden.
Wir empfinden das grundsätzlich als eine gute Idee, nur eben ohne Sondersteuer auf Fleisch. Bislang werden ohnehin alle Steuern zu großen Teilen zweckentfremdet.

Grünen Chef Habeck fabulierte kürzlich in einem Interview etwas von Schamgrenze für den Schnitzelpreis. Weiter meinte er auch, wenn die Verbraucher es nicht einsehen, so müsse das übers Portemonnaie geregelt werden. Dies sagte er zwar nicht wörtlich, aber er sagte: „Wir wollen die Verbraucher nicht umerziehen, aber politisch dafür sorgen, dass man sich für die Tierhaltung nicht schämen müsse“! Also logischerweise übers Geld regeln.
Wer wirklich glaubt, dass die Mehrkosten, die uns dann auf Fleischprodukte erwarten, wirklich den Tieren zu Gute kommt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Der Plan, von Frau Klöckner, die enge Kastenhaltung von Sauen zu legalisieren, ist leider immer noch nicht vom Tisch, sondern nur zur Entscheidung verschoben.

Im Jahr 2019 betrug die Nettoerzeugung (Schlachtmenge) von Fleisch in Deutschland etwa 8,6 Millionen Tonnen Schlachtgewicht. Zudem ist Deutschland auf Platz 5 der Weltrangliste der größten Fleischexporteure und hält damit 6,8 % Weltmarktanteil.
Deutschland produziert mehr Fleisch als das Land überhaupt benötigt. Lieber wird in großen Stil exportiert und wenn das Fleisch für die eigenen Leute nicht mehr reicht, dann wird Billigfleisch aus dem Ostblock importiert. Wenn man mal von dem ganzen Globalisierungswahn Abstand nimmt und nur noch so viel produziert wie man im eigenen Land braucht, so wäre das Problem auch schon gelöst. Die Haltungsbedingungen würden automatisch besser, da man weniger Schlachtvieh benötigt, als es bisher benötigt wird. Da muss man die Ställe nicht umbauen, nur um den Weltmarkt weiter mit deutschem Fleisch zu fluten. Da bedarf es auch keiner Fleischsteuer um das Wohl, wenn man hier von Wohl sprechen kann, der Tiere zu verbessern.

Nun kommen natürlich auch weitere Fragen auf. Für wen gilt dann eigentlich die Sondersteuer auf Fleisch? Nur für die deutsche Bevölkerung, oder auch für die ganzen ausländischen Abnehmer, oder wird da weiterhin gutes Fleisch zu Dumpingpreisen verschleudert?

Herr Habeck! Unser Vorschlag ist, dass keine Fleischexporte mehr stattfinden sollten. Fleischproduktion nur noch zur Selbstversorgung. Spart übrigens Unmengen an Platz in den Ställen. Damit ist auch der Massentierhaltung ein Strich durch die Rechnung gemacht. Unnötige Lebendtransporte ins Ausland werden damit auch überflüssig, so werden z.B. ca. 35000 Rinder jährlich in die Türkei gekarrt, damit die dort nach islamischem Gebrauch geschächtet werden können. Weiterhin werden auch Schafe dort hin transportiert. Immer gerne gesehen zum jährlichen Opferfest.

Fleisch ist ein Grundnahrungsmittel und muss auch für sozial Schwächere zur Verfügung stehen. Zudem ist es Aufgabe des Staates die Grundversorgung der Bevölkerung zu sichern, das geht nicht über Billiglöhner aus Polen und über Massentierhaltung , sondern über staatliche Subventionen für die regionalen Landwirte.

Für artgerechte Haltung und Tierschutz bedarf es keiner Sondersteuer. Nur so viel produzieren wie nötig. Zudem sollte man sich lieber auf regionale Wirtschaftskreisläufe besinnen, das würde den Bauern, den Tieren und der Bevölkerung zugutekommen.

Lebt der Bauer, so lebt das Land!

Ralf Schmalle











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